Erstes Urteil zu FreeStyle Libre :
Patient hat Anspruch auf Kostenübernahme !

Das erste (positive) Gerichtsurteil zum FreeStyle Libre liegt nun vor: ich konnte für einen Patienten die Kostenübernahme beim Sozialgericht durchsetzen !

Die beklagte Krankenkasse wurde vom Sozialgericht Konstanz (SG Konstanz, Anerkenntnisgerichtsbescheid vom 31.05.2016, S 8 KR 1870/15) verurteilt, dem Kläger die Kosten in Höhe von 553,10 EUR für selbst beschaffte Sensoren des FreeStyle Libre zu erstatten. Weiterhin muss sie die Anwaltskosten tragen.

Diese Entscheidung kann auch anderen Diabetikern helfen, die Kosten von der Krankenkasse erstattet zu erhalten.
Nach einem Urteil des Bundessozialgericht (Urteil vom 08.07.2015, B 3 KR 5/14 R) wurden viele Anträge von Patienten abgelehnt, die von ihrer Krankenkasse die Kostenübernahme eines FreeStyle Libre-Systems  wünschten. Das Bundessozialgericht hatte nämlich entschieden, daß eine  „kontinuierliche interstitielle Glukosemessung  auch nicht ausnahmsweise ohne positive Empfehlung des GBA im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung eingesetzt werden“ dürfe. Denn es handele sich dabei um eine neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode, deren Nutzen und Wirksamkeit erst einmal nachgewiesen werden müsse.

Die Urteilsbegründung legt allerdings nahe, daß das höchste Gericht bei seiner Entscheidung von vollkommen falschen Tatsachen ausging. So führt es beispielsweise an, daß „die Verwendung von CGM insbesondere dann Risiken birgt, wenn – wie im Fall der Klägerin – die Insulinpumpe automatisch über diese Geräte gesteuert wird„. Und weiter: „Schließlich sendet das von der Klägerin beschaffte Gerät die Glukosewerte per Funk an die Veo-Insulinpumpe, so dass die Ausschüttung von Insulin sogleich über dieses System gesteuert wird.

Das Problem: ein solches „closed-loop“-System, was eine Insulinpumpe automatisch steuert, gibt es derzeit noch gar nicht.  Daneben zeigt die Entscheidung zahlreiche weitere gravierende Fehler, die aber ebenfalls eher nicht dem Gericht anzulasten sind. Denn sehr wahrscheinlich hat die dortige Klägerin erheblich „geschlampt“ und den Sachverhalt wohl äußerst schlecht aufbereitet- und damit allen Patienten einen Bärendienst erwiesen. Nun wird erst die Entscheidung des dafür zuständigen Gemeinsamen Bundesausschuss („G-BA“, diese wird für den 16.06.2016 erwartet) zeigen, ob und für welche Patienten ein CGM in Frage kommen wird.

Was hat das nun mit dem FreeStyle Libre und der aktuellen Entscheidung zu tun ?

Das FreeStyle Libre ist mangels Funkverbindung und Alarmierung  zwar kein  System zum kontinuierlichen Glukosemonitoring, bietet also keine automatische „Überwachung“ bzw. Beobachtung. Aber selbstverständlich misst es – genauso wie die CGM-Systeme – kontinuierlich den Glukosegehalt im Interstitium (d.h. im Unterhautfettgewebe bzw. der Zwischenzellflüssigkeit).

Die Entscheidung des höchsten Gerichts, welche für Krankenkassen grundsätzlich bindend ist, verbietet daher auch eine Kostenübernahme des FreeStyle Libre, solange keine positiven Empfehlung des G-BA vorliegt.

In dem Verfahren vor dem Sozialgericht Konstanz habe ich nun sehr ausführlich argumentiert und aufgezeigt, welche Mängel die Entscheidung des Bundessozialgerichts aufweist bzw. welcher Unterscheid zum FreeStyle Libre besteht. Im mündlichen Erörterungstermin hat das Gericht daraufhin signalisiert, daß es meinen Ausführungen durchaus folge und einen Anspruch auf Versorgung mit dem FreeStyle Libre sehe. Die Krankenkasse hat in der Folge die komplette Erstattung der Kosten für das Sensoren anerkannt – und ging dabei offensichtlich davon aus, daß die Sache damit stillschweigend erledigt wäre.

Um daraus einen für alle Patienten möglichst grossen Nutzen zu ziehen, habe ich jedoch eine im sozialgerichtlichen Verfahren äußerst seltene Prozesstaktik gewählt: ich habe das Verfahren nicht einfach für erledigt erklärt (und mir damit weitere Arbeit erspart) , sondern das Anerkenntnis nicht angenommen und auf einem Urteil bestanden.

Dieses wurde nun vom Sozialgericht Konstanz in Form eines sog. „Anerkenntnisgerichtsbescheids“ erlassen:

Der mit der zulässigen Klage geltend gemachte Anspruch auf Erstattung von Kosten in Höhe von 553,10 EUR wurde von der Beklagten durch wirksames Anerkenntnis in dem Schreiben vom 21.03.2016 in Verbindung mit dem Schreiben vum 10.05.2016 vollumfänglich anerkannt. Von der Möglichkeit, die Erledigung des Rechtsstreites durch Annahme dieses Anerkenntnisses nach § 101 Abs. 2 SGG  herbeizuführen, hat die Klägerseite keinen Gebrauch gemacht. Daher ergeht aufgrund des Anerkenntnisses ein Anerkenntnisurteil (hier in Form eines Gerichtsbescheids), das nach § 202 SGG in Verbindung mit § 313 b Abs. l Satz 1 Zivilprozessordnung keiner weiteren Begründung bedarf.“ (SG Konstanz, Anerkenntnisgerichtsbescheid vom 31.05.2016, S 8 KR 1870/15)

Die Entscheidung ist zwar nicht weiter begründet. Bereits die bloße Existenz dieses Urteils kann nun aber auch anderen Patienten in mehrfacher Hinsicht helfen:

  1. Es wurde damit erstmals durch eine gesetzliche Krankenkasse in dieser Form öffentlich anerkannt, daß  Patienten ein Anspruch auf Versorgung mit dem FreeStyle Libre zustehen kann.
  2. Dies bedeutet zugleich auch, daß zumindest diese Krankenkasse das FreeStyle Libre offensichtlich als grundsätzlich erstattungsfähig ansieht
  3. Das SG Konstanz bringt mit Erlass dieses Urteils zum Ausdruck, daß es das FreeStyle Libre ebenfalls als erstattungsfähig ansieht und davon ausgeht, daß die Vorgaben des Bundessozialgerichts zu CGM nicht zwingend für das FreeStyle Libre gelten müssen. Denn im anderen Fall hätte das Gericht nicht von einem wirksamen Anerkenntnis ausgehen können – und dann auch ein solches Urteil gar nicht erlassen dürfen

Inhalt zuletzt geändert am 4. Juni 2016 | Blog als Feed abonnieren

 
Kommentare
Claudia Degenhardt

Hallo Hr. Ebert,
ist denn auch ersichtlich, ob die Kasse (im aktuellen Fall) die Freestyle-„Ausrüstung“ als Medikament oder als Hilfsmittel wertet? Dies ist für das Budget der Praxen letztendlich auch bedeutend…
Herzliche Grüße,
Claudia Degenhardt

Maik Fischer

Mich würde interessieren wie das für das Bundesbeihilfe recht aussieht. Muss sich die Beihilfestelle auch nach diesem Urteil richten?

Frank Marques

Vielen Dank für diese Information und das Engagement. Ich stehe auch gerade vor dem Problem, die Barmer GEK zur Kostenübernahme zu bewegen. Sollten sie in Schritt 1 nicht sofort zusagen, würde ich in Schritt 2 sicher auf das Urteil hinweisen.
Rechtsschutzversichert bin ich immerhin.

Hans-Josef Winter

Habe mit Interesse Ihren Erfolg zur Entscheidung der Übernahme der Kosten für das Hilfsmittel Freestyle libre gelesen. Bin z.Zt. im Widerspruchsverfahren mit meiner Nds. Beihilfestelle. Kann die Entscheidung des Sozialgericht Konstanz analog im Beihilferecht verwendet werden? Oder wird man sich dem entziehen und grundsätzlich auf das BSG setzen? Mir ist es wichtig und dies müsste m.E’s auch der Krankenkasse oder der Beihilfestelle sein, dass durch die Nutzung des Hilfsmittel durch einen stabilen Diabetes zukünftige Folgeschäden und damit Belastungen für die Beihilfestelle/Krankenkasse vermieden werden können. Fortschritte in der Medizin sind in anderen Bereichen erfolgt! Nur im Bereich der Diabetesbehandlung scheint man noch vorsintflutliche Denkmuster zum Nachteil einer professionellen Behandlung eines Diabetes Typ I zu haben. Wie schlimm eigentlich für uns Kranke!!!

Uwe Schindler

Hallo,
vielen Dank für die Nachricht! Ich werde bei Ablehnung seitens der Techniker Krankenkasse natürlich dann dieses Urteil anbringen.
Als Argumentationshilfe wäre gut zu wissen, um welche Krankenkasse es bei dem Urteil ging. Ist diese Information öffentlich?
Viele Grüße aus Bremen!

Magdalena Leitzbach

Habe ebenfalls das Rezept zu dem FreeStyle Lieber Gerät mit Sensoren bei Abott eingereicht. Diese teilte mir die Ablehnung durch de Barmer per Mail mit. Ich legte schriftlich Widerspruch ein und bekam heute die Ablehnung. Begründung: In Zeiten von niedrigen Blutzuckerwerten zeigt der Gewebezuckerwerk sehr deutlich andere Werte als der Blutzuckerwert. Ebenso reagiert der GZW bei Mahlzeiten sehr träge. Bei Einnahme spezieller Lebensmittel z.B. mit hohem Vit.C-Anteil sind die Auswirkungen auf den Wert im Gewebe mit denen im Blut gegenteilig.Und: Nach den Herstellerangaben ist sogar eine ZUSÄTZLICHE Prüfung der Glukosewerte mittels eines BZ-Meßgeräts erforderlich, wenn sich bei schnell ändernden Glucosespiegeln, die Werte evtl. nicht genau widerspiegeln oder das System eine Unterzuckerung oder eine anstehende Unterzuckerung anzeigt oder wenn die Symptome nicht mit den Messwerten des Systems übereinstimmen.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt! Überlege mir weitere Schritte oder KK-Wechsel.
Bin Allerdings Typ II und 80.

Uwe Schindler

Habe es durch vergrößern des Bildes an diesem Artikel herausgefunden, scheint die Barmer GEK zu sein!

Benötige als Typ 1 Diabetiker zZt. Ca.500 Teststreifen im Quartal und bekam nun von meiner Diabetologin das FreeStyle Libre System verordnet. Meine Krankenkasse hat nun die Kostenübernahme genehmigt – abzüglich der gesetzlichen Zuzahlung. Bei mir bedeutet das für die Grundausstattung ( Lesegerät + zwei Sensoren 15,00 Euro und für die weitere Versorgung je 10,00 Euro im Monat – also 120,00 Euro im Jahr. Ist für mich als Rentner eine ganz schöne zusätzliche Belastung – zumal die Teststreifen zuzahlungsfrei sind.

Ursula Lammert

Sehr geehrter Herr Koch,

welche Krankenkasse ist das bei Ihnen, meine, die Barmer GEK, übernimmt nur die Sensoren. Ohne Lesegerät kann ich doch gar nichts damit anfangen.

Mit freundlichen Grüßen
Ursula Lammert

Hallo Frau Lammert entschuldigen Sie, daß ich erst jetzt antworte. Meine Krankenkasse ist die BKK WIRTSCHAFT + FINANZEN. Habe das FreeStyle Libre jetzt seit fünf Wochen und bin nach anfänglicher Skepsis überaus zufrieden. Es zeichnet die BZ Spitzen übersichtlich auf, die man bei normaler BZ Messung (vor den Mahlzeiten) nicht zu Gesicht bekommt. Das hat mich Anfangs schockiert, daß meine Werte eine solche Berg- und Talbahn waren. So konnte ich meine Insulinpumpentherapie gezielt anpassen. Da ich 3x wöchentlich je drei Stunden Sport treibe und dabei stark ins Schwitzen komme, muß ich sagen: Die Sensoren halten super! Das sind mir die Zuzahlungskosten auf jeden Fall wert.
Liebe Grüße: Werner Koch.

Guten Tag,
Meine Krankenkasse (barmer gek) übernimmt nur anteilmäßig 30,48€. Für jeden Sensor.

Hallo H. Ebert,

darf ich ihnen mal kurz meinen Fall schildern und sie um ihren Rat bezüglich der weiteren Vorgehensweis bitte.
Ich bin seit 18 Jahren Diabetiker Typ 1 und habe sehnsüchtig auf die blutfreien Messmethode wie es mit dem Freestyle Libre möglich ist, gewartet.
Habe dann im November 2015 unwissentlich mit welchen Schwierigkeiten dies verbinden ist, den Freestyle Libre bestellt und meine Krankenkasse, die BKK gebeten, die Kosten zu übernehmen. Nach langwierigen hin und her, die Kosten haben sich auf schon annähernd 700 Euro hochgeschaukelt. ( auch mit Attest ) hat die BKK die Kostenübernahme abgelehnt.
Daraufhin habe ich mich zu einer Klage beim Sozialgericht mit Anwalt entschlossen,
jedoch wurde die Klage abgewiesen.
Dann habe ich nach fast 40 Jahren BKK dort meine Mitgliedschaft gekündigt und bin
zur TK gewechselt. Als ich dort die erste Rechnung des Freestyle eingereicht hatte im Deszember 2015 gaben sie mir zu Verstehen, diese Kosten werden nicht mehr von der TK getragen. Ich habe dann auch wieder dem Widersprochen, daraufhin hat sich die TK für eine 6 monatige Kostenübernahme bereiterklärt. Damit bin ich auch nicht einverstanden, hab da wieder widersprochen, weil ich unter diesen Umständen einen Wechsel der Krankenversicherung niemals vorgenommen hätte.
Mein Vorschlag an die TK, die Kosten für 2 Jahre zu übernehmen, wurde bisher gar nicht beantwortet.
Das Produkt Freestyle Libre Flash ist meiner Überzeugung nach eine sehr große Erleichterung und der täglich Gebrauch eine Entlastung.
Ich kann den ganzen Zenober nicht verstehen, in Anbetracht, das ich im Monat über 400 Euro an Beitrag an die Krankenkasse zahle und zudem der Freestyle auch noch billiger ist, als die konventionelle Messung.
Ich habe nun aus der eigenen Tasche beinahe 700 Euro bezahlt an die BKK, diese Geld
hätte ich schon gerne zurück.
Vielleicht können sie mir dazu einen Weg aufzeigen?
Desweiteren könnten sie mir einen Weg aufzeigen, damit ich meine jetzige Krankenversicherung, die TK, davon überzeugen kann, endlich dafür auch die Kosten zu übernehmen.

vielen Dank für ihre Antwort

mit freundlichen Gruß

franz Hell

Ursula Lammert

Hallo Herr Hell,

ich bin auch im Clinch mit der Barmer GEK für das FreeLybre. Die Kasse hat mir die Übernahme der Kosten für die Sensoren für ein ganzes Jahr zugesagt, aber nur die Sensoren. Ich fragte was man denn mit den Sensoren alleine anfangen könnte? Eine Antwort wußte die Dame auch nicht. Sie meinte nur das Messgerät könnte ich mir dann selbst kaufen, so teuer wäre es doch nicht. Betrifft das Urteil das Messgerät und die Sensoren oder nur die Sensoren?
Es ist schon frustrierend, dass man um jede Erleichterung kämpfen muss.

Mit freundlichem Gruß
Ursula Lammert

Hallo Frau Lammert,

falls sie ein Smartphone haben, können sie sich kostenlos die App LibreLink herunterladen. Diese App ersetzt Komplet das Messgerät. Alles was sie mit dem Messgerät machen können, können sie auch mit der App machen. Die App ist sehr neu, deswegen kennen sie auch die wenigsten.

Mit freundlichem Gruß
Frank Behr

Y.Ehlert-Krüger

Danke Herr Ebert. Vielen lieben Dank für Ihren Einsatz!!!

Heute morgen Anruf der TK erhalten das das Freestyle Libre zum 25.07.2016 in den Leistungskatalog aufgenommen wurde.

Hallo Thomas,
welcher TK-Ableger ist das denn?
Bei mir hat die TK nach wie vor die Kostenübernahme abgelehnt.
LG Uschi

Manfred Braunmiller

möchte mal meinen Ärger loswerden über Abbott Freystee l Libre. Habe vor vier Monaten ein Rezept für eine Quartals Bestellung geschickt und bis heute noch nicht erhalten. So oft wurde ich in meinem Leben noch nie Angelogen und Verdröstet wie bei Freysteel Libere. Jeder Vermittler weis was anderes und keiner ist Fachmann bei diesem Job. Ich habe bestimmt zwanzig mal angerufen bis in die sogenannte Geschäftsleitug. Mein Rezept wurde ein Formfehler unterstellt und bald drauf hin war alles in Ordnung durch massive Beschwerde. Dan wure mir versichert die Sensoren werden zugeschickt. So lief es ein paar mal. Bis ich einen neuen Anruf tätigte und auf einmal lag kein Bestellung vor und kein Rezept. So wurde ich abgesägt und die Mtarbeiterin sagte nur ich sollte mich doch beschweren.
Also so wurde ich noch von keiner Firma belogen und verarscht

Lieber Herr Braunmiller – trösten Sie sich, meine Erfahrungen mit Abbott waren genau die gleichen. Erst als ich die Probleme meiner Krankenkasse mitgeteilt hatte und diese selbst das Rezept anforderte hat’s endlich geklappt.
LG: Werner Koch.

Zur Libre App fürs Handy:

Achtung! Das Hy muss NFC haben, sonst funktioniert es nicht…

Haben heute von der AOK und nach der Prüfung des Med.Dienstes die Absage
für die Übernahme der Kosten der Sensoren erhalten.
Unser Sohn ist 14 und hat seit 13 Diabetes Typ 1……. Kinder sind doch Zukunft!!!!!! Wie können die Menschen die an einem Schreibtisch sitzen solche Urteile Fällen? Warum kommen sie nicht mal eine Woche zu uns und
erleben die Höhen und Tiefen????
Ich kann das nicht verstehen……….

Hallo, heute habe ich mit meiner KK (AOK) telefoniert. Diese hat selbst nach einer ausführlichen Erklärung über den Wunsch zum Erhalt dieses Gerätes sofort abgesagt.
Ich bin Typ 2 aber Schmerzpatient. Jedes stechen in den Finger zum testen bereitet mir unglaubliche Schmerzen .
Was kann ich tun? Oder gibt es ein ähnlich arbeitendes Geräte?

Hallo Kerstin,
leider gibt es noch nichts Vergleichbares auf dem Markt.
Pumpeträger haben die Möglichkeit der CGM Messung- welche
auch jetzt von den Kassen übernommen wird. Leider sind hier aber
3-5 Kalibrierungsmessungen mit Blut über die Fingerbeere nötig damit die Kommunikation mit der Pumpe klappt. Also wieder stechen….
Vll.probierst du es mit einem Gutachten vom Arzt? Gerade wegen der Schmerzen!!!!!!!
Viel Erfolg

Hallo Kerstin,
hab grade gelesen, dass Ende 2016 die verletzungsfreie Messung mit dem
System „sugarBEAT“ aus den USA in den europäischen Markt eingeführt werden soll…..

https://www.tk.de/tk/leistungen-a-z/f/freestyle-libre/870944

Hallo,
Wirklich klasse Beitrag und ein super erfolg!!
Kann mir jemand das urteil das zum Seitenanfang angegeben ist per mail zusenden?
Denn beim vergrössern wird dies nicht mehr leserlich.
Gerne würde ich das urteil ausdrucken und als Joker im Ärmel bei der Krankenkasse vorlegen falls diese mir die kosten Übernahme das FreeStyle Libre verweigern. Oder gibt es hierzu ein link wo ich das schreiben Downloaden kann?
Ich würde mich über Hilfe Riesig freuen.
Bitte an die E-mail: a.s84@freenet.de
MfG Saad

Hallo, freut mich das es auch Erfolge im Bezug auf Freestyle Libre gibt!
Ich habe das Messsystem auch bei der Krankenkasse beantragt, ich habe jetzt mehrere Wiedersprüche hinter mich gebracht … Der letzte ist vorige Woche gekommen und mein Wiederspuch wurde mal wieder zurück gewiesen, ich würde gern wieder Wiederspruch einlegen aber das geht dann vor das Sozialgericht! Ich weiß nicht was ich jetzt machen soll oder ob es Sinn macht nochmal Wiederspruch einzulegen?!
Ich würde mich über einen Tipp sehr freuen
Mit freundlichen Grüßen
Sarah

Langsam komme ich mir wie bescheuert vor. War diese Woche zum Quartalsgespräch wieder bei meiner Diabetologin in Darmstadt und hatte um die Folgeversorgung von 7 Sensoren gebeten, da wurde mir eindeutig erklärt, in DIESER PRAXIS erhalten Sie nur noch Privatrezepte für FreeStyle Libre Sensoren ( wegen angedrohter Regressansprüche). Wie vor den Kopf geschlagen habe ich natürlich sofort meine Krankenkasse informiert – die mir sagte, daß sich die Praxis mit ihr in Verbindung setzen solle. Der Ausgang ist offen, weil sich diese Praxis weigert Kassenrezepte auszustellen!!! Falle ich nach den positiven Erfahrungen mit FreeStyle Libre nun doch wieder auf Teststreifen zurück ? Mal sehen wie’s weiter geht. Werner Koch.

Meine Krankenkasse (SBK) hat letztes Jahr EUR 99,- für jeweils 2 Sensoren erstattet. Allerdings auch nur wg. hartnäckiger Nachfragen. Als Berechnungsgrundlage wurden 7 Messungen pro Tag vorausgesetzt. Ein Protokoll über die letzten 6 Monate sowie die Empfehlung durch den Diabetologen mußten eingereicht werden. Nach Abschluß der Verhandlungen mit Abbot werden seit diesem Jahr pro Quartal 7 Sensoren bewilligt. Die Zuzahlung von EUR 30,- Rezeptgebühr muß vom Patienten getragen werden. Das Lesegerät wurde von der Krankenkasse nicht übernommen. Mittlerweile ist das Lesegerät nicht mehr nötig, dies wurde durch eine kostenlose App für jede Art von Smartphone ersetzt. Alles in allem ist das für mich sehr gut gelaufen. Hatte Anfangs große Probleme mit dem online shop. Mittlerweile läuft dies aber reibungslos. Anja S.

Hallo, ich habe einen mittlerweile 17 Jährigen Diabetiker Sohn, bei dem Diabetes Typ1 mit 13 Jahren festgestellt wurde.
Ich habe gerade aufgrund dieses Kommentares den Gerichtsurteil und meine (FreestylLibre) Rechnungen ausgedruckt, werde diese am Montag meiner Krankenkasse zukommen lassen.
Ich bin mal gespannt wie die (HEK) reagieren werden.
Werde über den Erfolg oder Misserfolg hier Berichten.
LG

Hallo,
Wenn ich das alles lese, könnte ich ausflippen.
Mein Sohn ist 21 Jahre, hat das Down-Syndrom und seit 2009 Diabetes Typ 1 und Zöliaki.
Tim wird min. 6-8 mal (tagsüber ) gemessen. Es wurde immer schwieriger einen Bluttropfen aus der Fingerkuppe zu bekommen, da sich überall Hornhaut gebildet hat. Bei der Arbeit konnten und dürften die Betreuer Tim nicht messen, so daß er immer in einer anderen Abteilung zum Fachpersonal, Blutzucker messen musste.
Als ich von FreeStyle gehört habe, habe ich es sofort ausprobiert.
Was ist das für eine Erleichterung mit den “ einfachen Scan“. Wir sind begeistert, die AOK leider nicht. Hat die kostenerstattung abgelehnt auf Grund das Studien fehlen, die Normung etwas abweicht, (ca.10-15 mg bei Tim, was aber bei so oft messen für uns unwichtig ist.), das Daten in die USA übermittelt werden . Habe keinen Widerspruch eingelegt, da der nette Herr von der AOK mir versicherte, das keine Krankenkassen die kosten übernehmen darf, da ABBOTT Studien nicht veröffentlicht und somit das Gerät, die Qualität und Wirksamkeit dem allgemeinen anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnissen, nicht entsprechen.
SO, jetzt höre ich von Bekannten sie bekommen die Sensoren finanziert. Da werde ich mich mit der AOK mal wieder in Verbindung setzen.
LG. M.Schnäbelin

Laut Auskunf der A.. Enzkreis ist das Urteil nur eine Einzelfall Entscheidung und sie könnten trotzdem das System nicht bezahlen obwohl sie die Wichtigkeit des Systems für meinen Vater (dicke Hornhaut, schlechtes sehen) nachvollziehen kann. Würden mich aber informieren sobald sich das ändert .

Hallo zusammen,

ich habe aufgrund möglicher Erstattung des Freestyle Libre auch vor CGM-Freigabe durch den G-BA zur Audi BKK gewechselt. Die G-BA Freigabe ist jetzt durch, deswegen weiß ich nicht, ob das tatsächlich funktioniert hätte.

Fakt scheint jetzt aber zu sein, dass die Audi BKK die Kosten jetzt mehr oder weniger pauschal übernimmt (exkl. gesetzl. Zuzahlung). Hierfür müssen folgende Rahmenbedingungen erfüllt sein:

* Insulinpflichtiger Diabetis Typ I
* DMP Teilnahme (bestätigt durch behandelnden Arzt)
* Patienten-Krankenkassen-Vertrag, der den gleichzeitigen Bezug von konventionellen Messstreifen und Lanzetten ausschließt (kann jederzeit widerrufen werden)
* Rezept durch den Diabetologen / der Diabetologin

Es sieht zur Zeit sehr gut aus, ich hoffe, dass es so auch weiter geht.

Falls Eure Krankenkassen sich wirklich weiterhin quer stellt, dann empfehle ich euch wirklich Nägel mit Köpfen zu machen und die Kasse zu wechseln – es muss ja nicht die Audi BKK sein. Meine Diabetologin hatte z.B. eine Liste, auf der die Kassen aufgeführt sind, welche die Kosten analog zur Audi BKK übernehmen.

Ich werde berichten, wie es mit meiner KK weiter geht 🙂

Beste Grüße,

Robert

P.S.: Die Kassenliste habe ich nicht ausgehändigt bekommen und ich habe sie auch nicht im Netz gefunden. Scheint ein Geheim-Dokument zu sein 😉

P.P.S.: Auch die Kosten für das Lesegerät werden laut Vertrag von meiner KK übernommen.

hallo alle zusammen!
habe mir mal die ganzen kommentare in ruhe durchgelesen und komme zu folgendem schluß:du darfst nicht krank werden in deutschland.der trick der KK,s lautet zu wenig erfahrung um als hilfsmittel anerkannt zu werden(was für ein simpler aber erfolgreicher trick).ich habe das gerät,soll mich aber mit 60euro im monat an den kosten für den sensor beteiligen:haha bei der rente.vielen dank SOZIALSTAAT.
macht ja bloß ca:900 euro im aus.hallo minister für gesundheit und soziales,aus was für einem ZOO seid ihr eigentlich ausgebrochen . MFG P.Krause

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